Donnerstag 25. März 2004, 15:47 Uhr
Schneefälle: 30.000 Haushalte in Bayern ohne Strom
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Offenburg (AFP) - Heftige Schneefälle in Bayern haben zu großräumigen Stromausfällen geführt. Nach Angaben von EON-Bayern erhöhte sich die Zahl von Haushalten, Bauernhöfen und Betrieben ohne Strom im Lauf des Tages auf über 30.000. Überdies kam es zu erheblichen Verspätungen bei der Bahn sowie Straßensperrungen wegen Lawinengefahr und Schneebruchs. Die gute Nachricht: Am Wochenende kehrt der Frühling mit milderen Temperaturen zurück.
Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenburg mitteilte, wird es am Alpenrand, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald bis Freitag weiter schneien, allerdings nicht mehr so stark. Am Wochenende soll der Frühling mit milderen Temperaturen zurückkehren. "Der Wind dreht auf eine westliche Strömung und ab Mittwoch rechnen wir dann im Südwesten mit Temperaturen von 15 bis 16 Grad", sagte DWD-Wetterkundlerin Marilott Grosch.
Laut EON-Bayern wurden im Voralpenraum durch umstürzende Bäume zahlreiche Überlandleitungen unterbrochen. Betroffen sei vor allem die Region zwischen Bad Tölz und Weilheim. Obwohl das Unternehmen seit Donnerstagmorgen Stromleitungen repariere, sei die Zahl der betroffenen Kunden von 10.000 auf über 30.000 angestiegen.
Nach Angaben der Deutschen Bahn kommt es auf der gesamten Strecke von München nach Salzburg zu erheblichen Verspätungen. Mehrere Streckenabschnitte mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Zwischen Freilassing und Rosenheim verkehrten Busse. Dem Münchener Innenministerium zufolge wurden zwei Bundestraßen bei Bad Tölz und am Ettaler Berg wegen der Sprengung von Lawinen gesperrt.
Grosch bezeichnete den Wintereinbruch als "normal für den März". Ein Tief aus der Adria mit hoher Luftfeuchtigkeit sei über die Alpen gezogen und auf kalten Wind aus Norden getroffen. Die Folge seien dann - ironischerweise zum Frühlingsanfang - die unwetterartigen Schneefälle der vergangenen Tage gewesen. Das Tiefdruckgebiet zieht der Wissenschaftlerin zufolge nun nach Osten ab - und sorgte nach der Zugspitze nun auch auf dem Wendelstein für einen Schneerekord. Dort wuchs die Schneedeecke innerhalb von 24 Stunden von 40 auf 134 Zentimeter.
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