Wie mein Kollege Kai Zorn ja bereits gestern angedeutet hat, sind die Vorhersagen bzw. der Versuch einer Vorhersage für Weihnachten momentan noch nicht sehr zuverlässig und fast unmöglich.
An der Gesamtsituation, die er gestern in seiner Analyse aufgezeigt hat, hat sich grundlegend nur wenig verändert.
Etwa bis zum 21./22. Dezember berechnen alle Modelle (GFS, ECMWF, GME) oder Modellläufe (GFS-Ensembles) recht einheitlich, dass es zum Teil bitterkalt wird. Besonders nachts kann es über Schnee, der ja in den Mittelgebirgen sowie an den Alpen gefallen ist, deutlich zweistellige Tiefstwerte geben (bis unter minus 15 Grad). Zudem kann sich im Verlauf auch im Nordosten eine dünne Schneedecke ausbilden, da sich hier zum einen, durch den sogenannten Lake-Effekt der Ostsee, Schauerlinien von Nordosten landeinwärts bewegen, zum anderen löst auch die nochmals von Skandinavien nach Süden vorstoßende Kaltluft Schneefälle meist leichter Art aus.
Danach scheiden sich aber weiterhin die Geister der Wettermodelle: Etwas mehr als die Hälfte der Ensemble-Mitglieder rechnen eine sprunghafte Erwärmung (wahrscheinlich nur in der Höhe, die sich am Boden nur zögerlich mit leichten Plusgraden auswirkt). Der andere Teil sieht die Entwicklung eher in einem Fortbestand der bis dahin eingetretenen Wetterlage, nämlich meist Dauerfrost in weiten Teilen Deutschlands. In beiden Fällen sind die Niederschlagssignale nur gering – sodass es bei einem Fortbestand des frostigen Wetters nur in den Regionen wo bis dahin bereits Schnee gefallen ist, auch zum Fest wirklich weiß ist.
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