Sibirische Kälte -50

Bericht van: Daniël (Blauwestad-Oldambt) , 20-01-2010 21:19 

Verschil moet er zijn de laatste zin kan ik mij in komen!



Sibirische Kälte
Im Nordosten Sibiriens liegt der Kältepol der bewohnten Welt. Temperaturen unter –50 Grad Celsius sind dort im Winter nichts Ungewöhnliches.

Der Januar ist Hierzulande bisher etwa drei Grad kälter als im langjährigen Mittel. Zwar steigen die Temperaturen dieser Tage in weiten Teilen Deutschlands wieder über den Gefrierpunkt an, kommende Woche wird sich die Kaltluft aus Osteuropa jedoch wieder nach Westen ausdehnen und den Dauerfrost zu uns zurück bringen. Im Nordosten Sibiriens kann man über den hiesigen Frost nur müde lächeln. In Oimjakon wurden am Montag –56 Grad Celsius gemessen, in den kommenden Tagen kann es sogar unter -60 Grad kalt werden.

Über dem riesigen Eurasischen Kontinent, fern mildernder Ozeane, kann in den langen Polarnächten die Temperatur extrem tief absinken. Der Erdboden kann die Wärme nur schlecht speichern und aufgrund der schieren Größe des Kontinents bildet sich in der riesigen kalten Luftmasse ein thermisches Hochdruckgebiet, das Sibirische Kältehoch. Die kalte Luft ist sehr dicht und sammelt sich in tiefen Atmosphärenschichten an und weitere Luft fließt in höheren Schichten großräumig in das Gebiet hinein. Dadurch kann der Luftdruck dort im Winter extrem hoch ansteigen. Aktuell werden über 1070 Hektopascal gemessen, der bisherige Weltrekord wurde am 31. Dezember 1968 mit 1083,8 Hektopascal auch im Osten Sibiriens verzeichnet. Dieses sehr langlebige Druckgebilde verhindert großräumig die Zufuhr milderer Luftmassen und die über viele Wochen andauernde Abstrahlung vom Erdboden in die oft sternklare Polarnacht lassen die Temperaturen auf Rekordniveau absinken.

Typisch für dieses extrem kontinentale Klima sind auch sehr kurz Sommer, in denen es jedoch auch mal ziemlich heiß werden kann. Einer sibirischen Redensart nach „... ist im Juni noch kein Sommer, im Juli ist er aber schon vorbei“. So beträgt die wärmste je gemessene Temperatur in Oimjakon 35 Grad. Der inoffizielle Kälterekord aus dem Jahr 1916 beträgt dagegen -81,2 Grad. Kälter wird es nur noch in der Antarktis, und so wurde mit –89,2 Grad Celsius die weltweit tiefste gemessene Temperatur 1983 an der russischen Forschungsstation Wostok in der Antarktis registriert.

Nur geringfügig milder als in Oimjakon ist es im 650 km nordwestlich gelegenen Werchojansk, mit 1300 Einwohnern einer der kleinsten Städte Russlands. Aktuell herrschen dort kuschelige -46 Grad. Klaus Bednarz besuchte Anfang der 80iger Jahre als ARD-Auslandskorrespondent dieses Kälteloch und wusste so einiges kurioses zu berichten. So wird dort die Milch nicht in Flaschen, sondern am Stück verkauft. Kältefrei bekommen die Schüler erst ab –50 Grad, dürfen also zur Zeit noch hoffen, und die Motoren müssen rund um die Uhr laufen, da sie sonst nicht mehr anspringen würden. Bleibt der Wagen dennoch einmal stehen, wird unter dem Motorblock ein Feuerchen entzündet. Dass dabei schon so manches Gefährt in die Luft geflogen ist, gehört zum sibirischen Risiko, so Bednarz.

Zudem stellt der Wechsel von kalt zu warm eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. So wird beim Betreten eines geheizten Hauses kein heißes Getränk gereicht, denn dadurch könnten die unterkühlten Lungenbläschen Verbrennungen erleiden. Stattdessen gibt es hauchdünne Scheiben gefrorenen Fleisches und natürlich eisgekühlter Wodka aus dem Schneehaufen vor der Tür.

Hier in Deutschland kann es zwar bei weitem nicht so kalt werden, der Rekord im Flachland liegt bei -37,8 Grad, jedoch rückt uns die russische Kaltluft kommende Woche erneut zu Leibe. Nächtliche Tiefstwerte von verbreitet unter -10, örtlich unter -15 Grad sind dann wieder möglich – in Sibirien würde man dies wahrscheinlich als unangenehm mild empfinden.

Mittwoch, 20. Januar 2010, 15:00 MEZ

http://wetter.tagesschau.de/wetterthema/
Bericht laatst bijgewerkt: 20-01-2010 21:20
Winterliefhebber en woont 8 km vanaf Nieuw Beerta

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Daniël (Blauwestad-Oldambt) -- 20-01-2010 21:19