Die schweren Gewitter nach der Hitze sorgten für Chaos und Sachschäden. Mindestens eine Woche lang herrscht jetzt Unwettergefahr.
Entwurzelte Bäume, überflutete Keller und sogar ein Todesopfer – die Bilanz der Unwetter vom Wochenende sind verheerend. Nach dem Hitzerekord von bis zu 35,6 Grad zog die Gewitterlinie eine Spur der Verwüstung durchs Land. Auch am Sonntag gab es schwere Unwetter, vor allem im Süden. ZAMG-Experte Christian Csekits: „Die Gewitter waren in dieser Stärke und mit orkanartigen Stürmen außergewöhnlich.“
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Vorgeschmack auf Sommer. Laut Meteorologie-Experten war das nur ein Vorgeschmack auf diesen Sommer. Die fatale Mischung aus heißen und feuchten Luftschichten wird weiter anhalten – extreme Wetterlagen wie am Samstag werden sich häufen:
Schwere Schäden in Tirol.
Nach einem wunderschönen Sommertag bilden sich die ersten Gewitter in Nord- und Osttirol. Es regnet heftig mit starkem Sturm. Im Zillertal werden mehrere Bäume entwurzelt.
„Höllische Zustände“ in OÖ: Die Gewitter erreichen Salzburg und Oberösterreich. Das Gebiet um Linz ist am schlimmsten betroffen. „Es herrschen höllische Zustände“, sagt die Feuerwehr. Zwei Stunden halten die Gewitter Hunderte Einsatzkräfte in Atem. In Neuhofen ertrinkt ein 15-Jähriger in der Krems.
Unwetter-Warnungen auf Ihr Handy!
Unwetter in Wien.
Heftige Unwetter gehen über Wien nieder. Stühle und Tische in den City-Schanigärten werden mitgerissen, auf der Hohen Warte misst die ZAMG Windspitzen von bis zu 126 km/h, am Kanzlerfest herrscht kurz Chaos. Durch den starken Wind kracht in Wien-Favoriten ein 60 Meter langes Gerüst in sich zusammen – Autos sind kaputt. In Stockerau schüttet es wie aus Kübeln – 19 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde.
Nova Rock unterbrochen.
Der Himmel über dem Rockfestival zieht sich zusammen. Wegen Sturms wird das Festival unterbrochen. Eine Stunde später Entwarnung. Die Gewitter ziehen weiter, die Fans haben vorerst Glück.
Unwetter-Gefahr bleibt.
Die Unwetter bleiben uns erhalten – weil es weniger heiß ist, könnten sie in den nächsten sieben Tagen aber weniger heftig ausfallen. Csekits: „Die Prognose für die nächsten Tage sieht nicht gut aus.“
Robert (15) ertrank in reißendem Kremsfluss
Das Unwetter forderte ein Todesopfer: Ein 15-Jähriger ist am Samstag in OÖ nach einem Sprung in den reißenden Fluss in die Tiefe ertrunken.
Jugendlicher Übermut kostete Robert F. am Wochenende das Leben – das tragische Ende eines ausgelassenen Badenachmittags einer Clique. Der 15-Jährige hatte sich mit seinen Freunden nach einem schweren Unwetter, das über weite Teile OÖs zog, wieder am beliebten Badeplatz getroffen. Die sintflutartigen Regenfälle hatten die Krems bei Neuhofen (Oberösterreich) zu einem reißenden Fluss anschwellen lassen.
Wasserwalze.
Das hielt Robert F. und seinen 13-jährigen Freund Michael O. nicht ab, wie so oft bei Normalwasser vom Turm der Wehranlage in die Krems zu springen. Hand in Hand hüpften sie gegen 21.30 Uhr ins Wasser. Der 13-Jährige wurde von einer Wasserwalze erfasst und drei Mal in die Tiefe gezogen. Er konnte sich aus eigener Kraft ans Ufer retten.
Abgetrieben.
Robert F. tauchte jedoch nicht mehr auf. Seine besorgten Freunde alarmierten die Rettungskräfte. „Als wir eintrafen, standen die Jugendlichen völlig aufgelöst am Ufer, ihr Freund war im Wasser verschwunden“, berichtet Andreas Schnabl von der Feuerwehr Neuhofen. Ein Großeinsatz wurde ausgelöst, sechs Feuerwehren und Taucher beteiligten sich an der Suche.
Robert F. konnte jedoch erst sieben Kilometer weiter im reißenden Fluss entdeckt werden. Er war über mehrere Stauanlagen abgetrieben worden. Taucher bargen den Schüler. Jede Hilfe kam jedoch für den 15-Jährigen zu spät.
Die Familie des Opfers und seine Freunde mussten vom Kriseninterventionsteam betreut werden.
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