Überschwemmungen in Rumänien

Bericht van: Takkie (Amstelveen) , 02-08-2004 22:43 

Montag 2. August 2004, 19:42 Uhr



Warschau/Bukarest (dpa) - Starke Regenfälle und Überschwemmungen haben in Ost- und Südosteuropa mehrere Menschen in den Tod gerissen und tausende Häuser überflutet.

Es entstanden Schäden in Millionenhöhe. In Rumänien kamen bei den Unwettern der letzten Tage sechs Menschen ums Leben, zwei weitere werden vermisst. Wegen Hochwassers wurden am Wochenende und am Montag in Nord-Ungarn insgesamt 44 Menschen aus drei Dörfern am Fluss Hernád nahe der Kleinstadt Encs in Sicherheit gebracht. In Südostpolen entspannte sich die Hochwassersituation am Montag. Dagegen stiegen im Landesinneren und in Ostpolen die Pegelstände der Weichsel und ihrer Zuflüsse an.

Das Hochwasser an der Weichsel und ihren Zuflüssen bewegte sich am Montagabend auf Zentralpolen zu und erreichte die Region Masowien. Ein Sprecher der Regionalbehörden rief Urlauber auf, am Ufer gelegene Gebiete zu verlassen. Noch wurde die Hochwassermarke jedoch noch nicht erreicht, während im ostpolnischen Annapol der Pegelstand der Weichsel die Hochwassermarke um eineinhalb Meter überschritt. In dem Ort Linow entstanden an den Deichen erste Lecks, die nach Angaben des Krisenstabes mit zusätzlichen Sandsäcken abgedichtet wurden. Auch in der Region Lublin herrschte in mehreren Orten entlang der Weichsel Hochwasseralarm.

In Rumänien starb ein Mann am Sonntag beim Versuch, eine Frau zu retten, die im Teleajan-Fluss in den südlichen Vorkarpaten zu ertrinken drohte. Die Frau wurde von Gendarmen gerettet, für den Mann sei jede Hilfe zu spät gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Mediafax am Montag. Ein acht Jahre altes Mädchen starb, als es die Leitungen eines vom Sturm umgelegten Strommastes berührte.

Vor allem Ostrumänien und die mittelrumänische Region Alba seien von den Gewittern und Überschwemmungen vom Wochenende betroffen, hieß es in der jüngsten Katastrophenbilanz des Umweltministeriums. Verübergehend seien mehr als 200 Ortschaften ohne Strom geblieben. Binnen weniger Stunden sind in Süd- und Ostrumänien bis zu 146 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. Im Nehoiu-Tal wurde eine acht Meter hohe Flutwelle verzeichnet. Schätzungen zufolge wurden inzwischen mehr als 3000 Häuser überschwemmt. Viele Familien verloren ihr gesamtes Hab und Gut.

In der südostpolnischen Region Podkarpacie, wo am Samstag zwei Menschen ertranken, galt in 15 Landkreisen zwar weiter Hochwasseralarm, doch sanken die Wasserstände allmählich. Allein dort werden die Schäden auf 70 Millionen Zloty (15,7 Millionen Euro) geschätzt. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden 1500 Gebäude überschwemmt, 16 Brücken beschädigt und 350 Kilometer des Straßennetzes zerstört.

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Takkie (Amstelveen) -- 02-08-2004 22:47
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Stephan ( Haarlem) -- 02-08-2004 22:49