Korte termijn DWD

Bericht van: Vincent (Hengelo) , 23-09-2012 19:24 


ausgegeben am Sonntag, den 23.09.2012 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
Übergang Tief Britische Inseln Ab der Nacht zum Montag deutliche Windzunahme, an der See und im höheren Bergland schwere Sturmböen. Außerdem im Norden gebietsweise länger andauernder Regen und sonst von Westen aufkommende Schauer und Gewitter mit örtlichem Starkregen und Sturmböen.


Synoptische Entwicklung bis Dienstag 24 UTC


Sonntag... Deutschland liegt zurzeit zwischen einem nach Osten abgezogenen Höhentrog und einem Trog vor den Britischen Inseln und der Biskaya unter der Vorderseite eines Höhenrückens. Somit dominiert Absinken und es hat sich Zwischenhocheinfluss eingestellt. Über dem Süden Deutschlands liegt allerdings noch die zunächst noch quasistationäre Bodenfront eines Tiefs über dem Baltikum. Unter dem Einfluss des Zwischenhochs hat ihre Wetterwirksamkeit inzwischen stark nachgelassen, durch frontogenetische Prozesse zeigen sich aber auf ihrer kalten Seite viele Wolken. Der Höhentrog im Westen hat unter seiner Vorderseite ein Tief erzeugt, dass nun unter weiterer Intensivierung zum westlichen Ausgang des Ärmelkanals zieht. Dabei gelangt Deutschland an desen Ostflanke immer mehr in das Zirkulationssystem dieses Tiefs. So nimmt der südöstliche Wind allmählich zu und die Luftmassengrenze über dem Süden Deutschlands kann sich als Warmfront nach Norden in Bewegung setzten. Dabei wird sie im weiteren Tagesverlauf durch einsetzende kräftige Warmluftadvektion auf der Ostflanke des atlantischen Bodentiefs zunehmend aktiviert und es
setzt zunächst im Nordwesten Deutschlands leichter Regen ein.

Nacht zum Montag ... Der präfrontale Regen über dem Nordwesten intensiviert sich durch Zunahme der Warmluftadvektion und sich verstärkende Frontogenese. Dabei weitet sich das Niederschlagsgebiet nach Osten aus; das Erreichen von Warnschwellen für Dauerregen wird aber nicht erwartet. Gleichzeitig zieht das o.a. Tief vom Ärmelkanal nach England. Auf seiner Südflanke wird ein erster Schub labiler, bodennah erwärmter Meereskaltluft nach Osten geführt, die nachts auch den Westen Deutschlands erreicht. Diese Luftmasse unterliegt den Hebungsprozessen des ebenfalls ostwärts schwenkenden Höhentrogs. So werden die Niederschläge im Westen Deutschlands schauerartig verstärkt und können auch von Gewittern durchsetzt sein. Örtliche Starkniederschläge werden zwar nicht simuliert, könnenaber bei hohem Feuchtegehalt der Luft letztlich auch nicht ausgeschlossen werden. Durch das sich intensivierende Tief über England nimmt auch über Deutschland der Wind weiter zu.Besonders im Vorfeld der über dem Norden angelangten Warmfront sind schon ab den Abendstunden des Sonntags starke bis stürmische Böen möglich an der Nordsee kann es auch zu schweren Sturmböen kommen.

Montag... Das Tief über den Britischen Inseln verlagert sich nur noch wenig. Auf seiner
Ostflanke zieht seine über dem Norden Deutschlands angelangte Warmfront mit weiteren Regenfällen nach Norden ab. Gleichzeitig dringt südlich der Warmfront die labilere atlantische Luftmasse weiter nach Osten und Norden vor. Der von Westen heranschwenkende Höhentrog schwächt sich wegen einer neuen Austrogung über dem Ostatlantik zwar deutlich ab, es muss aber trotzdem im ganzen Land mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Dabei sind Starkregenfälle und vor allem Sturmböen möglich. Die Kaltfront des Britischen
Tiefs greift erst in der zweiten Tageshälfte von Westen auf Deutschland über und zieht dann beschleunigt schon in der ersten Hälfte der Nacht zum Dienstag nach Osten ab. Sie bringt einen weiteren Schub erwärmter Meereskaltluft mit sich, die nachts unter Zwischenhocheinfluss gelangt. So werden die Niederschläge allgemein weniger. Was die Windentwicklung betrifft, so bleibt es tagsüber stark windig. An der See kommt es zu Sturmböen, teils auch zu schweren Sturmböen. Aber auch im übrigen Deutschland herrscht unter der südwestlichen Höhenströmung ein lebhafter Wind mit starken bis stürmischen Böen,im höheren Bergland ist mit schweren Sturmböen zu rechnen, in exponierten Lagen sind auch noch höhere Windgeschwindigkeiten möglich. Am Alpenrand wird es vorübergehend föhnig. Erstunter dem Zwischenhoch flaut der Wind ab, an der See und im Bergland bleibt es aber stürmisch.
Dienstag... Das Tief bei den Britischen Inseln hat sich zum Zentraltief entwickelt.
Dadurch und durch die neue Austrogung über dem Ostatlantik bleibt die südwestliche
Höhenströmung über Deutschland zyklonal geprägt. In der eingeflossenen labilen Meeresluft kommt es daher nach raschem Abzug des Zwischenhochs zu weiteren schauerartigen oder gewittrigen Regenfällen, wobei der Osten und Südosten Deutschlands wohl weniger betroffen ist. Außerdem frischt im Tagesverlauf Wind wieder stark und böig auf.


Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle zeigen in den wesentlichen synoptischen Strukturen ähnliche Entwicklungen.
Unschärfen wie zeitliche und räumliche Entwicklungen von konvektiven Ereignissen bleiben dabei natürlich bestehen. Auch oben beschrieben Windentwicklung ist noch als unsicher einzuschätzen. PEPS zeigt die Wahrscheinlichkeit für schwere Sturmböen für das Binnenland nur mit sehr geringer Stufe an.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. D. Meyer

Korte termijn DWD   ( 685)
Vincent (Hengelo) ( 23m) -- 23-09-2012 19:24
Re : Korte termijn DWD   ( 289)
Frank (Landsmeer) -- 23-09-2012 19:29
Re : Korte termijn DWD   ( 247)
Vincent (Hengelo) ( 23m) -- 23-09-2012 19:32
WRF vrij heftig voor het O   ( 501)
Jef (Zolder, Limburg) ( 41m) -- 23-09-2012 19:42
Hirlam: Neerslaghoeveelheid tot morgen middernacht.   ( 365)
Vincent (Hengelo) ( 23m) -- 23-09-2012 19:54
Re : Hirlam: Neerslaghoeveelheid tot morgen middernacht.   ( 158)
Cookie (Okegem) -- 23-09-2012 20:12