Duitse Eifel: 2 doden en 30 vermisten.

Bericht van: Thomas (zwaagdijk-west) , 15-07-2021 07:28 

Heel erg.

 Zwei Feuerwehrmänner sterben, 30 Menschen in der Eifel vermisst

Unwetter in Nordrhein-Westfalen

Ein Boot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist in Aachen unterwegs.

 (Foto: Ralf Roeger/dpa)

Im Sauerland ertrinkt ein Feuerwehrmann, ein weiterer kollabiert und stirbt. Bei Adenau stürzen sechs Häuser ein. An verschiedenen Flüssen drohen Dämme zu brechen oder überflutet zu werden.

Nach den heftigen Unwettern im Westen Deutschlands sind im Sauerland zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen - sie starben bei Rettungsarbeiten. Bei Adenau in der Eifel sind in der Nacht sechs Häuser eingestürzt, wie der SWR meldet. Nach Angaben der Polizei werden derzeit etwa 30 Menschen vermisst. 25 weitere Häuser seien ebenfalls instabil und drohten einzustürzen. In Messerich in der Eifel wurden nach Angaben des Kreises zwei Helfer des Technischen Hilfswerks von den Fluten eingeschlossen, es besteht Lebensgefahr, wie der SWR berichtete.

Am Mittwochnachmittag starb in Altena im Sauerland ein 46 Jahre alter Feuerwehrmann beim Versuch, einem anderen Mann das Leben zu retten: Den Feuerwehrleuten sei es gelungen, ihn aus dem Wasser zu bergen, teilte die Polizei mit. Beim Wiedereinstieg ins Einsatzfahrzeug sei der Feuerwehrmann dann ins Wasser gefallen und abgetrieben worden. Kurze Zeit später habe man ihn nur noch tot bergen können. Das Unglück ereignete sich gegen 17 Uhr.

Tief Bernd

Keller vollgelaufen, Bahnstrecken unterspült, Straßen unpassierbar

Nur zwei Stunden später kollabierte ein 52 Jahre alter Feuerwehrmann bei einem Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen, ebenfalls im Sauerland. Er sei trotz Wiederbelebungs- und Hilfsmaßnahmen gestorben, teilte die Polizei mit. Zuvor war er im Rahmen eines unwetterbedingten Einsatzes im Bereich des Kraftwerks kollabiert. Die Polizei gehe von einem gesundheitlichen Notfall aus.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer getreten, diverse Landkreise haben den Katastrophenfall ausgerufen, mancherorts bleiben an diesem Donnerstag die Schulen geschlossen. Auf vielen Zug-Linien wurde der Betrieb am Mittwochabend eingestellt. Die Bahn riet allen Reisenden, in Nordrhein-Westfalen weiträumig zu umfahren und Reisen zu verschieben.

In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis lief die Bevertalsperre über. Das Wasser laufe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle am frühen Donnerstagmorgen mit. Mehr als 1000 Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen. Auch der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht zu brechen. Im Bergischen Land gelang es den Behörden, einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre zu verhindern. Im Stadtgebiet von Radevormwald wurden die Anwohner entlang der Wupper jedoch aufgefordert, den Gefahrenbereich zu verlassen.

Insbesondere der Westen Deutschlands ist seit der Nacht zum Mittwoch von heftigen Regenfällen, Hochwasser und Überschwemmungen betroffen. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), wird am Donnerstagvormittag Hagen besuchen. Er wolle sich ein Bild von der besonders betroffenen Region machen, teilte die Staatskanzlei mit. In der Ruhrgebietsstadt überfluteten Wassermassen Straßen und Keller, ein Altenheim mit 76 Bewohnern wurde evakuiert. Bei der Feuerwehr gingen Hunderte Notrufe ein. Am Abend forderte die Stadtverwaltung Menschen, die in der Nähe von Flüssen wohnen, auf: "Falls das Haus nicht verlassen werden kann, sollten Sie sich in höhere Etagen begeben, sodass Sie gegebenenfalls von dort gerettet werden können."

 

Wetterdienst warnt vor weiteren starken Regenfällen

In Nordrhein-Westfalen waren bereits in der Nacht zu Mittwoch mancherorts in kurzer Zeit mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Noch bis Donnerstagmorgen warnte der Deutsche Wetterdienst vor allem für die Eifel, das Rheinland, Bergische Land, Sauerland und Ruhrgebiet vor extremem Unwetter mit weiterem Starkregen und Gewittern. Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach am Mittwoch von einer "außerordentlich schwierigen Lage", deren weitere Entwicklung man nicht absehen könne.

So drohte die Inde den historischen Stadtkern von Kornelimünster in Aachen zu überfluten. Wegen des Hochwassers wurde im Ortskern der Strom abgeschaltet. Auch an Lenne und Volme im Sauerland stiegen die Wasserstände. Die Stadt Düsseldorf forderte am Abend die Bewohner einer Siedlung im Stadtteil Grafenberg dazu auf, ihre Häuser zu verlassen. Besonders betroffen vom steigenden Hochwasser der Nördlichen Düssel seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt mit. Auch hier sollte sicherheitshalber der Strom abgeschaltet werden.

Weil sie überflutet waren, wurden diverse Autobahnen gesperrt, etwa in Düsseldorf die Autobahn A 44 in beiden Richtungen oder die A 1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd. Weil die Abwasserkanäle stark überfüllt seien, wurden die Bewohner von Erkrath nahe Düsseldorf über die Sozialen Medien aufgerufen, möglichst "kein weiteres Abwasser zu produzieren und möglichst nur noch die Toilette zu nutzen".



Bericht laatst bijgewerkt: 15-07-2021 07:30

Duitse Eifel: 2 doden en 30 vermisten.   ( 903)
Thomas (zwaagdijk-west) -- 15-07-2021 07:28