Regensburg (AP) Nach einem Blitzeinschlag in eine Fußballmannschaft befindet sich ein 17-Jähriger Regensburger Hobbykicker im künstlichen Koma. Neun weitere Spieler und ein Schiedsrichter wurden bei dem Unglück am späten Sonntagnachmittag leicht verletzt, wie die Polizeidirektion Regensburg am Montag mitteilte. Der 17-Jährige wurde nach Angaben eines Polizeisprechers von dem Blitz voll getroffen und erlitt dabei schwere Brandverletzungen.
Der junge Türke befinde sich aber außer Lebensgefahr. Noch sei indes unklar, ob er das Unglück ohne Spätfolgen überstehe, sagte der Polizeisprecher. Der 17-Jährige wurde am Sonntagabend mit einem Rettungshubschrauber in eine Nürnberger Spezialklinik geflogen. Die anderen Spielteilnehmer im Alter zwischen 18 und 44 Jahren litten unter anderem an Schock, Schwindelgefühlen und Prellungen.
Das Privatturnier des «Donau SC Regensburg» gegen sieben Amateurmannschaften in der Bezirkssportanlage am Regensburger Weinweg hatten am Sonntagnachmittag rund 150 Zuschauer verfolgt. Nachdem gegen 17.15 Uhr ein heftiges Gewitter aufgezogen war, beendeten die Mannschaften vorzeitig das Turnier-Finale in der zweiten Halbzeit. Als die Kicker gerade im Begriff waren, das Spielfeld zu verlassen, schlug der Blitz in die Gruppe ein.
Augenzeugen berichteten der «Mittelbayerischen Zeitung», dass der Blitz den 17-Jährigen am Kopf traf und in die Luft hob. «Als wir ihm zu Hilfe eilen wollten, fühlte er sich ganz heiß an», sagte ein Mannschaftskamerad des Verletzten. «Seine Augen waren aufgerissen, der ganze Körper rauchte», fügte der Augenzeuge hinzu. «Wo vorher eine Kette um seinen Hals hing, war nur noch ein blutiger Streifen zu sehen; seine Sportkleidung war völlig zerplatzt.» Um den Körper des 17-Jährigen zu kühlen, hätten ihn die Kameraden bis zum Eintreffen des Notarztes mit Sand bedeckt.
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