Erklärung: Am 4. Dezember wird der heiligen Barbara gedacht. Sie ist eine der vierzehn Nothelfer. Als solche wird sie besonders zum Schutz vor plötzlichem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen. Nach alten Volksbräuchen werden an ihrem Tag Zweige von Apfel- und Kirschbäumen abgeschnitten und ins Wasser gestellt, damit sie an Weihnachten blühen. In ländlichen Gegenden nahm man am Tage des Viehabtriebs solche Zweige von den Bäumen mit und schloss an Weihnachten aus der Anzahl der Blüten auf die Fruchtbarkeit der Tiere im kommenden Jahr. Nähern sich die Weihnachtsfeiertage, ist der Wunsch nach kaltem Winterwetter und vor allem nach Schnee bei vielen Menschen besonders groß. Eine erste wage Prognose lässt sich mit Hilfe dieser Bauernregel bereits zum Anfang des Monats machen: Liegt nämlich um den Barbaratag (4.12) noch kein Schnee, dann folgt im nördlichen Deutschland mit 57-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch zu den Weihnachtsfeiertagen kein Schnee. Umgekehrt ist aber immerhin mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass zumindest an einem der Feiertage etwas Schnee liegt, wenn am Barbaratag (4.12.) Schnee lag."
Erklärung: Am 6. Dezember wird des heiligen Nikolaus von Myra gedacht. Nikolaus gilt als Patron der Schüler und Kinder, weil er einmal drei Schüler, die ein böser Wirt erschlagen hatte, wieder ins Leben gerufen haben soll. Eine Vielzahl von Bräuchen ist mit dem heutigen Tag verbunden. Bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts ist Nikolaus als Geschenkbringer für Kinder belegt. Traditionsgemäß stellen Kinder am Vorabend des 6. Dezembers Stiefel oder auch Strümpfe vor die Tür, die der Nikolaus, meist in Begleitung seines Helfers, Knecht Ruprecht, über Nacht mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken füllt. Bringt der Nikolaus Regen, folgt noch lange kein strenger Winter. Diese Bauernregel konnte mit Hilfe statistischer Untersuchungen nicht bestätigt werden."