Montpellier (AP) Wegen drohender Unwetter haben die Behörden die Bewohner von zwei südfranzösischen Departements am Dienstag aufgerufen, ab dem späten Nachmittag nicht mehr vor die Tür zu gehen. Der Wetterdienst Météo France rief die höchste Alarmstufe für das Gebiet um Montpellier und Nîmes aus. Die Meteorologen rechneten damit, dass dort bis zu 400 Millimeter Regen fallen könnten.
Die Präfekturen der Departements Hérault und Gard organisierten die Rückkehr der Schüler. Alle Schulen sollen am (morgigen) Mittwoch geschlossen bleiben. Einige Unternehmen schickten ihre Mitarbeiter nach Hause. Innenminister Nicolas Sarkozy rief die Menschen auf, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten und sich umsichtig zu verhalten. Die Präfekturen richteten Krisenzentren ein.
Die Bahnverbindung zwischen Nîmes und Montpellier war am Dienstag bereits unterbrochen, die SNCF setzte Busse ein. Der Stabschef in der Präfektur in Montpellier, Philippe Ramon, zeigte sich zuversichtlich. Man sei gut vorbereitet. Die größten Probleme gebe es, wenn bei den erwarteten Unwettern Menschen unterwegs wären.
Météo France erklärte, es sei erst das dritte Mal seit Einführung der Warnungen im Jahr 2001, dass die Alarmstufe Rot ausgerufen worden sei. In 14 weiteren Departements von der Mittelmeerküste bis zum Zentralmassiv und auf Korsika herrschte die Warnstufe 3. In Aurillac prasselten bereits 147 Millimeter Regen, in den Cévennen 90 Millimeter.
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