- Durch die Unwetter in Folge des Wirbelsturms "Stan" sind nach Einschätzung von Katastrophenhelfern in Guatemala weitaus mehr Menschen getötet worden als zunächst befürchtet. In den von einem Erdrutsch zerstörten Dörfern Panajab und Tzanchaj würden etwa 1400 Menschen vermisst, sagte Feuerwehrsprecher Mario Cruz in Panajab. Für die Verschütteten bestehe wenig Hoffnung. "Wir glauben nicht, dass es Überlebende gibt", sagte Cruz.
Eine Lawine aus Schlamm und Steinen habe sich am Mittwoch über die beiden Dörfer am Vulkan San Lucas ergossen und praktisch kein Haus stehen lassen. Die Rettungsteams befürchteten, dass 1400 Menschen verschüttet wurden. Dies sei eine Schätzung, betonte Cruz. Bis Samstag seien 70 Leichen aus dem Schlammmassen geborgen worden.
Die Dörfer Panajab und Tzanchaj liegen etwa 180 Kilometer westlich von Guatemala-Stadt. Sie wurden hauptsächlich von Indios bewohnt. Bislang hatten die Behörden die Zahl der Menschen, die in Folge des Wirbelsturm "Stan" in Guatemala getötet wurden, mit 508 beziffert. In El Salvador starben nach offiziellen Angaben 70 Menschen, in Mexiko 28 und in Nicaragua elf.
Quote selectie