VORHERSAGE: Wohl keine langfristige Kälte nach Weihnachten
Geschrieben von: Jan Hoffmann
Datum: 16. Dezember 2003, 12:53 Uhr
Hallo,
ich glaube den EZ-Oper nicht. Begründung:
Von Anfang an war klar, dass der Keil über dem Atlantik Probleme hat. Warum? Hemisphärisch dominant ist derzeit Welle vier, die ist schwach vorläufig, d.h. ostverlagernd, und eher selten stationär. Außerdem ist das Geopotential im Polgebiet zu niedrig. Der Keil wird seine hohe Amplitude dementsprechend nicht lange halten können. Es resultiert das, was in jedem Winter normal ist: Ein Trogvorstoß an der Keilostseite mit einem Polarluft-Intermezzo, aber nichts Außergewöhnliches. Danach wird es mit erhöhter Wahrscheinlichkeit recht bald wieder eine (nördliche) Westlage geben. Der von EZ gezeigte "Ausweg" in eine kalte Hochdrucklage mit Achse über Dänemark ist eine sehr wackelige und dementsprechend unwahrscheinliche Sondersituation.
Diese Einschätzung meinte ich übrigens auch mit meiner Antwort auf Ivos Beispiel mit 1926. Was im Januar und Februar passiert weiß niemand, außer dass es eine verringerte Wahrscheinlichkeit für blockierende Ostlagen gibt.
Grüße,
Jan
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