Mittwoch 21. März 2007, 15:14 Uhr
Madrid/Athen/Wien (dpa) - Schneechaos in Spanien, heftige Stürme in Griechenland, erhöhte Lawinengefahr in den Alpen: Zum Frühlingsbeginn ist in weiten Teilen Europas der Winter zurückgekehrt. Auch in Süddeutschland hieß es am Mittwoch vielerorts: Ski und Rodel gut.
In Nordspanien waren nach Angaben der Behörden 30 Bergpässe für den Autoverkehr gesperrt. Bei Burgos steckten über 1000 Lastwagen auf einer Autobahn im Schnee fest. Von dem Wintereinbruch waren zudem die Regionen Asturien, Kantabrien, La Rioja, Navarra, Kastilien-León und das Baskenland betroffen.
Griechenland wurde nach
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einem der wärmsten Winter seit mehr als 20 Jahren von einem heftigen Sturm heimgesucht. Mehrere Flüge von Athen zu den Touristeninseln Rhodos und Kreta wurden wegen gefährlichen Böen der Stärke 11 abgesagt. Eine Maschine der Fluggesellschaft Olympic Airlines mit 28 Menschen an Bord wurde bei der Landung auf Rhodos von einem Windstoß erfasst und leicht beschädigt, berichtete der staatliche griechische Rundfunk weiter. Verletzt wurde niemand. In Mittelgriechenland behinderten umgestürzte Bäume vielerorts den Autoverkehr. Mehrere Fähren konnten wegen stürmischer See nicht auslaufen.
Nach dem Wintereinbruch in Österreich und der Schweiz sind am Mittwoch weiterhin zahlreiche Straßen unpassierbar geblieben. Die größten Neuschneemengen wurden aus Salzburg und Kärnten gemeldet: Im Salzburger Land und örtlich auch in Kärnten gab es seit Wochenbeginn mehr als einen Meter Schnee. In der Schweiz fielen bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. Dort wurden Dutzende Autounfälle registriert. Auf dem Züricher Flughafen verspäteten sich viele Flüge um bis zu 30 Minuten.
Die Lawinenwarndienste mahnen eindringlich, den gesicherten Skiraum nicht zu verlassen. In Österreich und Teilen der Schweiz gilt verbreitet Gefahrenstufe 3 auf der fünfteiligen Skala und damit erhebliche Gefahr. Seit Wochenbeginn wurden in Österreich drei Menschen Opfer des späten Winters: Ein Mitarbeiter der Pistendienste starb, als eine Lawine sicherheitshalber abgesprengt wurde. Ein Mann wurde beim Schneeräumen von seiner Maschine erdrückt, ein Tourenskifahrer wurde von einer Lawine verschüttet und starb. Der Wetterdienst Meteomedia warnte auch vor einer erhöhten Lawinengefahr in den Bergen rund um Garmisch Partenkirchen und Bad Tölz- Wolfratshausen.
In Italien wurden besonders die südlichen Landesteile von winterlichen Wetterkapriolen betroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Bereits seit Dienstag sei der Vesuv in Neapel mit Schnee bedeckt. In Sizilien waren die Fährverbindungen zu den umliegenden italienischen Inseln auf Grund des schlechten Wetters zeitweise unterbrochen.
Tief «Paul» ließ zum Frühlingsbeginn den Schnee auch in weiten Teilen Deutschlands rieseln: Am Mittwochmorgen wurden laut Deutschem Wetterdienst auf der Zugspitze 90 Zentimeter Neuschnee gemeldet, in der Ramsau waren es 37 Zentimeter und auf dem Rennsteig in Thüringen 8 Zentimeter. Für Mittwochabend erwarteten die Meteorologen in Teilen Thüringens, Hessens und in Südniedersachsen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee.
Im Allgäu kam es nach Polizeiangaben auf verschneiter Straßen zu mehreren kleinen Autounfällen. Dabei wurde niemand verletzt. Auch Teile Thüringens und Hessens verschwanden unter einer dünnen, aber fast durchgehenden Schneedecke. Die Polizei meldete für Nordhessen elf Unfälle auf glatten Straßen.
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