Ärger nach Tsunami-Fehlalarm
Ein Fehlalarm im Tsunami-Frühwarnsystem hat Küstenbewohner in Indonesien so verärgert, dass sie bei den Sirenen die Sicherungen rausgedreht haben. «Wir können ihnen noch nicht mal richtig böse sein», sagte eine Sprecherin der Meteorologiebehörde in der Provinz Aceh auf Sumatra am Mittwoch. Dort waren bei dem Tsunami vor gut zwei Jahren mehr als 170 000 Menschen ums Leben gekommen.
Hunderte Menschen waren am Montag in Panik in die Berge geflüchtet, weil drei Tsunami-Sirenen plötzlich aufheulten. Der Alarm dauerte eine halbe Stunde. Sämtliche Straßen ins Hinterland waren verstopft. Wie sich dann herausstellte, war das ein Fehlalarm. Die Polizei setzte Lautsprecher ein, um die Leute zurückzuholen. Im Bezirk Lhoknga waren die Einwohner anschließend so verärgert über die unnötige Panikmache, dass sie die Sicherungen an den Warnanlagen herausdrehten. Die Behörden untersuchen die Ursache des Fehlalarms, um ähnliches in Zukunft zu verhindern.
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