Freitag ... Durch das Austropfen des westeuropäischen
Höhentroges und der Verlagerung des resultierenden Höhentiefs
in Richtung Mittelitalien beginnt sich der Hochkeil unter
Schwerpunktbildung bei Jütland tendentiell abzuschnüren.
Gleichzeitig bildet sich vorderseitig der nach Italien
gerichteten Austrogung ein neues Tief über Südwestdeutschland,
das sich im Tagsverlauf wiederum nordwärts verlagert. Die
deutsche Modellkette bringt dabei vor allem wieder vom
Schwarzwald über das Saarland und Rheinland Pfalz bis zum
westl. Hessen und südwestlichen NRW Signale für Konvektive
Ereignisse. Wenn auch diese Signale eher schwach sind, so
spricht doch die Labilität und der hohe Gehalt an
niederschlagsbarem Wasser bis etwa 30 mm wieder für ein
gewisses, wenn auch lokal begrenztes Unwetterpotential.
In den nördlichen und mittleren Gebieten wird von Osten her
weiterhin trockene Luft einbezogen, wobei Abschirmungseffekte,
wie sie während der vergangenen Tage zu beobachten waren,
vermutlich geringer sein werden und daher vielfach
Höchsttemperaturen von 28 bis 32(33) Grad zu erwarten sind.
Nach GFS sind die Niederschlagssignale bei ähnlicher räumlicher
Verteilung insgesamt stärker ausgeprägt, wobei in der Nacht zum
Samstag ein sehr markantes Hebungsgebiet dem westlichen RLP und
NRW wieder Unwetter mit Starkregen um 30 mm beschert.
Die deutsche Modellkette spricht nicht darauf an, dh. diese
kräftige hebung bleibt sozusagen außen vor, spielt sich
deutlich weiter westlich über Frankreich ab!
Samstag ...wird das Höhentief über Italien zugeschüttet. Der
verbleibende Resttrog greift auf den Südwesten Deutschlands
über. Die vorderseitige Hebung erfasst im Tagesverlauf etwa
die gesamte Südwesthälfte Deutschlands. Später setzt nach
Passage des Resttroges im Südwesten wieder Absinken ein. Die
Vertikalbewegungen sind durch dynamische Prozesse bedingt; die
Temperaturadvektion ist nur wenig ergiebig. Es überwiegt jedoch
in unterenNiveaus leichte Kaltluftadvektion, wodurch sich die
über die Westhälfte Deutschland norwärts wandernde
Tiefdruckrinne etwas auffüllt.
Mit Ausnahme des Schwarzwaldes und des Odenwaldes bleibt die
Niederschlags-Signalstärke bei der deutschen Modellkette und
bei GFS verhalten, GFS läßt die Konvektion, wenn auch unter
Abschwächung, bis nahe an die Elbe nordostwärts vorankommen!
Die Tageshöchsttemperaturen erreichen etwa nordöstlich der Weser
nochmals 28 bis 32 Grad. In den anderen Gebieten bewegen sich
aufgrund der vielfach stärkeren Bewölkung die Temperaturen zwi-
schen 22 und 28 Grad, mit Gefälle nach Südwesten hin.
Sonntag ... Das Höhenhoch über Jütland und dem NO Deutschlands
weicht allmählich ostwärts zurück, beeinflusst mit
trockenwarmer Luft aber im Wesentlichen noch die Gebete
nordöstlich der Elbe. Die anderen Gebiete gelangen zunehmend an
den Ostrand des über Frankreich voranschreitenden west-
südwesteurop. Troges. Nennenswerte Advektionstendenzen oder
dynamische Antriebe sind nicht erkennbar, konvektive Prozesse ,
die hauptsächlich noch im Mittelgebirgsraum wirksam werden
können, dürften sich aber im Verhältnis zum Vortag abschwächen.
Da die Modelle ein höheres Sonneangebot simulieren, steigen die
Temperaturen im Südwesten und Westen gegenüber dem Vortag auch
voraussichlich wieder leicht an.
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