Das Lawinenunglück von Galtür
Bron: www.wetter.com
10 Jahre ist es her, da erschütterte eine riesige Lawine den kleinen Alpenort Galtür. Die Folge: 38 Todesopfer, 48 Verletzte, davon 12 schwer und der Ort war auf dem Landweg tagelang von der Außenwelt abgeschnitten.
Warum kam es zu dieser Katastrophe?
Hauptursache wahr sicherlich der massive Schneefall, der über mehrere Tage anhielt. Die Wetterlage um den 23.02.1999 ähnelt in Grundzügen auch der heutigen Wettersituation in den Alpen. Zwischen einem Hoch über dem Atlantik und tiefem Luftdruck über der Ostsee stellte sich heute wie damals eine Nordlage in den Alpen ein. Diese nördliche Strömung brachte im Februar 1999 bis zu 4 Meter Neuschnee auf der Alpennordseite.
Das besondere an dieser Lawine war, dass sich die Schneemassen, die letzten Endes bergab rutschten, über Tage hinweg ansammelten. Normalerweise gehen bei solchen Wetterlagen immer mal wieder kleinere Lawinen ab, die weniger bis gar keine Schäden verursachen. In Galtür war dies anders: Die Schneefälle in diesen Tagen sorgten für einen stetigen Zuwachs der Schneeschicht, während kleinerer Pausen setzte und festigte sich die Schneedecke. Neuerlicher Schnee fiel dann auf diese stabile Schneeunterlage. Dadurch entstand eine gefestigte, eigentlich stabile Schneeschicht, die mehrere Meter dick war. Zudem sorgte auch noch starker Wind für Verfrachtungen von Schnee. Am 23.02. wurde die stabile Schneeschicht dann auf Grund ihrer Mächtigkeit immer instabiler.
Eine riesige Schutzmauer soll in Zukunft verhindern, dass sich Lawinen bis in den Ort Galtür “fressen”. (Bild: ddp)
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